Für den BIM im Radio und das gleich zwei Mal!

Im Rahmen des großartigen BIM (Berliner Impro Marathon), der kommendes Wochenende bereits schon zum fünften Mal steigt, war ich diese Woche gleich zwei Mal im Radio zu hören! Continue reading

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Manipulation

Ich habe lange mit mir gehadert, aber nun fühle ich mich doch berufen, einen Blog-Artikel zum Thema „Manipulation“ zu schreiben. Der Begriff „Manipulation“ hat einen sehr schlechten Ruf, insbesondere im Zusammenhang mit NLP (sog. „Neurolinguistisches Programmieren“) oder verwandten Techniken. Er hat dort so sinngemäß die Bedeutung: Jemand anderen dazu bringen etwas zu tun, das er „eigentlich“ nicht möchte (und das ihm vielleicht sogar schadet). Tendenziell kombiniert damit, dass ich einen Vorteil davon habe, während die Folgen für den anderen mir egal sind. Der Begriff hat auch etwas von „übertricksen“, übertölpeln, austricksen u.ä.

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Zwei grundlegende menschliche Bedürfnisse

Vermutlich bin ich nicht die erste, die den folgenden Gedanken hat, und auch nicht die letzte. Ich glaube, dass es zwei grundlegende, konträre menschliche Bedürfnisse und daraus hervorgehende Denk- und Verhaltensmuster gibt:

  1. Der innige Wunsch nach Verbindung, nach Zusammensein, nach Sich-Öffnen und mit anderen verbinden, nach Augenhöhe, nach Kooperation.
  2. Das Bedürfnis, einen Platz in der Hierarchie zu finden, nach Auf- und Abwertung und (Konkurrenz-)Kampf; das, was Keith Johnstone als „Status“ bezeichnet, was man auch als Macht bezeichnen kann und wo es sehr rau und rücksichtslos zugehen kann; das Gegenteil von Verbindung (eher Abgrenzung, aber nicht im Sinne von reaktiver Verteidigung, sondern offensiver)

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Was tun wir psychologisch, wenn wir improvisieren?

Über diese Dinge ist schon viel geschrieben worden, und ich möchte mir auch nicht anmaßen, hier der Weisheit letzten Schluss zu verkünden. Ich möchte lediglich ein paar Gedanken und Aha-Erlebnisse teilen, die ich jüngst hatte. Diese Gedanken sind inspiriert von den „existenziellen Grundpositionen“ aus der Transaktionsanalyse:

Ich bin okay, Du bist okay. (Ich + / Du +)
Ich bin okay, Du bist nicht okay (Ich + / Du -)
Ich bin nicht okay, Du bist okay (Ich – / Du +)
Ich bin nicht okay, Du bist nicht okay (Ich – / Du -) Continue reading

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Podcast Nr. 39 – Luisa Winkler über das Würzburger Improtheater-Festival

Ziemlich verschnupft (man hört es leider) saß ich letzten Mittwoch zusammen mit Luisa Winkler im Büro des Cairo Jugendkulturhauses in Würzburg und sprach mit ihr über das Würzburger Impro-Festival, dessen Leiterin Luisa auch ist. Das Würzburger Improtheater-Festivals ist eines der erfolgreichsten in Deutschland und zieht jedes Jahr mehr als 100 Besucher aus aller Welt an. Dieses Jahr (2016) fand das Festival zum 15. Mal, und zum ersten Mal unter einem Motto („Diggin‘ deeper“). Viel Spaß beim akustischen Eintauchen in diese ganz eigene Welt!

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Podcast Nr. 38 – Patti Stiles über ihren Workshop ‚Scenes that matter‘ und ihre Herangehensweise an Impro

Vergangenes Wochenende war ich in Hamburg und habe einen Workshop bei Patti Stiles besucht, den die Steife Brise organisiert hatte (in deren Büro auch die Aufnahme des Interviews entstanden ist). Natürlich habe ich mir diese Gelegenheit nicht entgehen lassen und habe direkt im Anschluss an den Workshop ein Interview mit Patti aufgenommen, in dem wir u.a. über den Workshop, über ihre Herangehensweise an Impro und natürlich ihre Biografie gesprochen haben. Patti ist Kanadierin und lebt seit 2001 in Australien, wo sie mit ihrer Gruppe Impro Melbourne performed. Warum es „Impro“ und nicht „Improv“ heißt, u.a. das erläutert Patti in diesem Interview – und gibt viele andere Einsichten in ihre Herangehensweise ans Impro-Theater und in die Arbeit Keith Johnstones, in dessen Tradition auch ihre eigene Arbeit steht. Viel Spaß beim Hören!

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Impro und Systemtheorie

Mehr als zehn Jahre nachdem ich die Uni erfolgreich als Magistra Artium der Philosophie & Soziologie verlassen habe, habe ich im Rahmen einer Trainer-Ausbildung an der Uni Kiel nun endlich auch Luhmanns Systemtheorie verstanden. Und ich habe immer mehr den Eindruck, dass Impro und Systemtheorie ein signifikantes gemeinsames Moment haben: die Reduktion von Komplexität. Continue reading

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Podcast Nr. 37 – Gunter Lösel über die akademische Beschäftigung mit dem Phänomen Impro

Ein Interview, das Impro einmal aus einer ganz anderen Perspektive beleuchtet, hatte ich letztes Wochenende das Vergnügen, führen zu dürfen – und zwar mit Gunter Lösel aus Bremen. Gunter schaut auf das Phänomen Impro aus einem eher theoretisch / akademischen Blickwinkel, was landläufig erst einmal nicht die typische Herangehensweise an Impro ist. Dass eine mögliche Theoretisierung von Impro in der Impro-Szene eher skeptisch aufgenommen wird, findet Gunter bedauerlich. Die Gründe für diese Haltung, sowie wie er dazu gekommen ist, sich auf eine akademische Art mit Impro zu beschäftigen, was er sonst noch macht und wie er zum Verhältnis „Impro als kulturelles Phänomen“ (mit Schwerpunkt eher  auf Persönlichkeitsentwicklung u.ä.) vs. „Impro als neue Kunstform“ steht, erklärt er in dem Folgenden Interview. Ein, wie ich finde, sehr „dichtes“ Gespräch. Viel Spaß beim Hören!

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Podcast Nr. 36 – Dominik Schäfer über seinen Werdegang und wie er zum Impro kam

Letzten Freitag Nachmittag hat mich der (wie immer!!) sehr stilvoll gekleidete Dominik Schäfer in meinem kleinen Studio in Neukölln besucht. Bei gefühlten 40°C Innentemperatur stand Dominik mir Rede und Antwort rund um seinen persönlichen Werdegang, wie er zum Impro gekommen ist und warum ihn die meisten nur als Moderator von Impro-Shows kennen. Ganz nebenbei ist Dominik nämlich auch Doktor der Astrophysik, arbeitet jedoch nicht – wie man vermuten könnte – mit Raumschiffen, sondern mit anderen futuristischen Transportmitteln: Der Berliner S-Bahn.

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Podcast Nr. 35 – Tim Pritlove über’s Podcasten und seine Arbeit beim CCC

Letzte Woche hatte ich die großartige Gelegenheit, beim „Podcast-Papst“ Tim Pritlove in dessen Aufnahme-Studio „Metaebene“ zu Gast sein zu dürfen, um eben mit Tim ein Interview zu führen. Es geht ums Podcasten als solchen (sozusagen ein Meta-Podcast 🙂 ), über Tims Rolle und Arbeit beim Chaos Computer Club und um seine Haltung zu den Leuten, die landläufig als „Hacker“ bezeichnet werden. Besonders gut gefällt mir auch noch einmal Tims Appell am Ende des Interviews, zu einer stärken Vernetzung oder Kooperation der Kunst-(und Theater-) mit der IT-Szene. Auch ich halte das für ein sehr wünschenswertes Ziel.

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