Allgemein

Manipulation

Ich habe lange mit mir gehadert, aber nun fühle ich mich doch berufen, einen Blog-Artikel zum Thema „Manipulation“ zu schreiben. Der Begriff „Manipulation“ hat einen sehr schlechten Ruf, insbesondere im Zusammenhang mit NLP (sog. „Neurolinguistisches Programmieren“) oder verwandten Techniken. Er hat dort so sinngemäß die Bedeutung: Jemand anderen dazu bringen etwas zu tun, das er „eigentlich“ nicht möchte (und das ihm vielleicht sogar schadet). Tendenziell kombiniert damit, dass ich einen Vorteil davon habe, während die Folgen für den anderen mir egal sind. Der Begriff hat auch etwas von „übertricksen“, übertölpeln, austricksen u.ä.

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Gedanken über Hoch- und Tiefstatus

Eine Diskussion, die kürzlich in einer deutschen Facebook-Gruppe für Impro-Spieler statt fand hat mich dazu inspiriert, ein paar Gedanken zum Thema Status aufzuschreiben. Ausgangspunkt der Debatte auf FB war, dass ein Spieler schrieb, er habe häufig Schwierigkeiten, den Tiefstatus zu spielen. Hierauf gab es mehrere Antworten von anderen Spielern mit hilfreichen Tipps und Anregungen zum Spielen des Tiefstatus. Jedoch habe ich beim Lesen dieser Tipps häufig gemerkt, dass mir die Charakterisierung von Hoch- und Tiefstatus zu eindimensional und schablonenhaft sind. Für die Bühne mag das sehr gut taugen, aber sobald es darum geht, den Status-Begriff auch auf das „normale Leben“ auszuweiten, reicht der eindimensionale Begriff von Hoch- und Tiefstatus m.E. nicht mehr aus. Konkret angetriggert hat mich die Aussage, dass es charakteristisches und ihm immanentes Merkmal des Tiefstatus sei, stets nach Sicherheit zu streben, und dass er motiviert ist durch das, was im Außen passiert. Ich glaube, dass es auch Typen mit Hochstatus-Verhalten gibt, deren Antrieb ein immenses Sicherheitsbedürfnis ist, und Tiefstatusse, die in sich ruhen und glücklich sind und nicht von dem, was außen um sie herum ist, abhängig sind oder motiviert werden („Kontemplation“).

Ich halte es da mit Lee Whites Status Begriff, und bisher konnte mich auch noch niemand von einer anderen Meinung überzeugen: Wenn Marilyn Monroe sich herunterbeugt und wispert „Can I have some diamonds, please?“ dann hat sie den hohen Status. Und eine glückliche, in sich sich selbst ruhende und zufriedene Person, hat in der Regel eher einen tiefen Status – und dazu gehört für mich z.B. auch der Dalai Lama.

Vielmehr denke ich, dass das Thema vielschichtiger ist; was ist z.B. mit einem Coach? In der Beziehung Coach-Klient ist er eindeutig in der Rolle mit mehr Macht, also der Hochstatus – und das ist beiden (Klient und Coach) auch klar. Aber in der konkreten Coaching-Situation nimmt der Coach sich total zurück und lässt den Klienten „erblühen“, sich ausleben, in seine Kraft kommen, folgt ihm, indem er ihn spiegelt, nicht dominiert etc. – ist also im Tiefstatus, während der Klient im Hochstatus ist. Ähnlich der Kontrollfreak: Nach außen ist er dominant und kontrolliert und gängelt andere, bis diese möglicherweise völlig entnervt sind. Aber innerlich ist er eine arme Wurst, weil er unsicher ist und nach Sicherheit um jeden Preis strebt – also ein Tiefstatus. Ich bin davon überzeugt, dass es so etwas wie inneren und äußerern Status gibt, von dem wir auf der Bühne jedoch i.d.R. nur den äußeren sehen.

Keith Johnstone charakterisiert den Hochstatus kurz mit ungefähr folgenden Worten „Komm mir nicht zu nahe, oder ich beiße!“ (also bedrohend, bissig) und die Haltung des Tiefstatus als „Tu mir nichts, ich bin es nicht wert!“ – nach dieser Definition dürfte es so etwas wie positiven Hochstatus (der großzügige Chef, der am Wohlergehen und Weiterentwicklung seiner Mitarbeiter interessiert ist) eigentlich gar nicht geben, denn der Hochstatus ist dann per se „bissig“ und hat eine Tendenz zu drohen, wenn ihm jemand zu nahe kommt oder ihm etwas nicht passt (erzeugt also bei anderen ein latentes Gefühl der Angst).* Aber es gibt solche Leute wie den großzügigen Chef und ich glaube, dass sie genau diejenigen sind, die innerlich den Hochstatus haben, und sich äußerlich aber auch als Tiefstatus geben können, wenn die Situation es verlangt. Und diese Leute sind nicht bedrohlich und „mensch“ hat auch i.d.R. keine Angst vor ihnen – im Gegenteil, „mensch“ vertraut sich ihnen gerne an und lässt sich von ihnen führen. Ich zumindest habe Vertrauen zu solchen Menschen und keine Angst. Von einem bedrohlichen Hochstatus, vor dem ich Angst habe, lasse ich mich hingegen nicht gerne führen.

Auch hier halte ich es mit Lee White: Status ist nicht etwas, das man hat, sondern das andere einem geben. Bzw. würde ich es sogar reziprok, also als Prozess sehen: Jemand kann als Tiefstatus-Person anfangen, tut etwas, das erfolgreich ist und erntet dafür Anerkennung -> bekommt also Status von anderen, und passt vielleicht daraufhin wiederum sein Verhalten an, so dass es „Hochstatus-iger“ wird – woraufhin der Prozess weiter angefeuert werden kann, in einer reziproken Dynamik. Das ist ein Prozess. Auf der Bühne benutzen wir Status jedoch als eine statische Eigenschaft einer Figur, und das ist auch okay so. Denn es gibt unseren Figuren mehr Profil, eine realistische Dimension. Aber im „realen Leben“ ist Status für mich ein Prozess und deshalb wandelbar und veränderlich.

* Und auch den positiven, unbekümmerten Tiefstatus à la Goofy dürfte es nicht geben, weil der Tiefstatus per se permanent ängstlich sein und sich minderwertig fühlen müsste.

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Impro und Gewaltfreie Kommunikation

Ein paar Mal habe ich in den letzten Monaten Montag früh im Meeet in Wilmersdorf einen Impro-Workshop für Coaches und Trainer unter dem Motto „Mit Impro schwungvoll in die Woche starten!“ angeboten. Was als Vertretung für den lieben Urban Luig angefangen hat, werde ich in Zukunft regelmäßig alle zwei Wochen im Wechsel mit Urban gestalten.

Nach meinem letzten Vormittag bei Meeet war eine Teilnehmerin scheinbar so inspiriert, dass Sie Ihre Erlebnisse und Erfahrungen in einem Blog-Artikel beschrieben hat. Susanne Lorenz ist Trainerin für gewaltfreie Kommunikation (GfK auf Wikipedia) und ich danke ihr an dieser Stelle herzlich für diesen schönen Artikel!

Gleichzeitig möchte ich diese Gelegenheit nutzen, auch endlich einmal über die Parallelen und Gemeinsamkeiten von Gewaltfreier Kommunikation und Impro zu schreiben – ein Thema, das mich gedanklich schon länger umtreibt. Denn, wie auch Susanne schon in ihrem Blog-Artikel schreibt: Auch ich sehe Zusammenhänge mit der wertschätzenden bzw. gewaltfreien Kommunikation.

Die größte Parallele, die ich zur gewaltfreien Kommunikation sehe, ist einerseits die Haltung des grundlegenden Akzeptierens im Improvisationstheater („Au ja!“), andererseits die Haltung des „Let your partner shine“ – also den Fokus weg von sich selbst und die Sorgen um die eigene Wirkung zu legen, hin zu einer empathischen Haltung dem Mitspieler gegenüber. Genau das ist es, worum es auch in der gfK geht: Wie kann ich gerade „beim“ anderen sein (anstatt bei mir)? Was könnte im Moment das Gefühl der anderen Person sein, und wie kann ich – auch im Angesicht meiner eigenen Gefühle – gerade gut darauf reagieren? Und gut heißt hier: Wertschätzend, d.h. ohne den anderen zu beschimpfen, abzuwerten, zu be- bzw. verurteilen oder zu diagnostizieren (in der GfK werden diese Ausprägungen von Kommunikation auch als „Wolfssprache“ bezeichnet, während die gewaltfreie Kommunikation den selbstgewählten Beinamen „Giraffensprache“ trägt). Es geht nicht darum, was DU falsch gemacht hast und darauf herum zu reiten und Schuld zuzuweisen, sondern was ICH machen kann, um die Gesamtsituation MIT DIR ZUSAMMEN zu verbessern. Das „Akzeptieren“ im Impro bezieht sich – im übertragenen Sinne – genau darauf: Die Situation ist, wie sie jetzt gerade nun mal ist, und anstatt sie innerlich zu bekämpfen, oder sogar anderen die Schuld dafür zuzuweisen und in Jammmern, Meckern oder Passivität zu verfallen, nehme ich die Situation an und versuche, mit ihr umzugehen. Genau das passiert im Idealfall auch auf der Bühne!

Ferner geht es auch beim Impro darum, selbst aktiv in das Geschehen (z.B. eine Szene) einzusteigen, und die Verantwortung für das eigene Spiel und die Szene zu übernehmen – anstatt auf die Bühne zu gehen und zu warten, bis der andere einen „mit-definiert“ (was einem Zurückweisen der eigenen Verantwortung gleich kommt; wenn zwei Mitspieler mit einer derartigen Haltung auf die Bühne gehen, passiert eine lange Zeit lang erst einmal gar nichts). Auch in der gewaltfreien Kommunikation gibt es den Anspruch, dass Menschen die Verantwortung für ihre eigenen Gefühle und Handlungen übernehmen, und nicht anderen die Verantwortung dafür überhelfen (nach dem Motto: „Du hast gemacht, dass es mir schlecht geht, weil Du mich schlecht behandelst!“ – diesen Anspruch teilt die GfK übrigens mit anderen Kommunikationstheorien wie z.B. der Transaktionsanalyse). Diese Haltung ermöglicht es Menschen, sich als Herr ihres Schicksals wahrzunehmen, anstelle als passiven Spielball, der den Worten und Taten der Mitmenschen hilflos ausgeliefert ist.

Sowohl Impro als auch GfK können Menschen also dabei helfen, in dieser Art und Weise Verantwortung für sich selbst, ihr Handeln und ihre Gefühle zu übernehmen, was ich für ein sehr erstrebenswertes Ziel halte.

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Wie lernt man, „schnell“ Impro zu spielen?

Lange Zeit haben ich und einige Mitspieler aus meiner Impro-Gruppe uns gefragt, wie man es lernen kann, „schnell“ Impro zu spielen – also auf der Bühne schnell zu reagieren, sei es direkt beim Beginn einer Szene „schon dort zu sein“ (anstatt erst auf die Bühne zu kommen), oder als Hinzukommender rasch etwas zu etablieren (und nicht erst lange um das goldene Kalb herum zu tänzeln), oder sich in einer Zweier-Szene einen schnellen verbalen Schlagabtausch zu liefern.

Wir hatten dies bei verschiedenen Spielern aus den Staaten wie Lisa Rowland oder Tim Orr, aber auch immer wieder bei den Crumbs oder anderen Gruppen aus dem angelsächsischen Raum bewundern können. Wir hatten schon die Arbeitsthese gebildet, dass „Schnell-Spielen“ einfach so ein amerikanisch-englisches Ding ist, und wir Deutschen das einfach nicht so gut können oder das einfach nicht so „unser Ding“ ist.

Ich habe inzwischen eine andere These: Ich glaube, schnelles Spielen und schnelles Reagieren passiert in dem Moment, in dem unser Spiel hauptsächlich vom Bauch, und nicht mehr vom Kopf gesteuert ist. Der Bauch reagiert immer schneller, als der Kopf, da die Reaktion hier intuitiv, und nicht kontrolliert passiert. Es ist das alte Spiel, das uns immer wieder begegnet, wenn wir eine Weile lang Impro spielen: Der Kopf möchte übernehmen, weil er besser das Geschehen kontrollieren kann, denn wir haben Angst, Fehler zu machen, oder etwas „nicht gut“ zu machen – und wir wollen unsere Sache ja gut machen!

Hier in einen Modus des „Vertrauens zum Impro-Gott“ oder auch zu seinem eigenen Bauchgefühl zu kommen, ist gar nicht so einfach. Denn im Prinzip geht es hierbei ja darum, eine gewisse „Angstfreiheit“ und ein gewisses Selbstvertrauen zu erlangen, den Entscheidungen seines Bauches blitzschnell zu folgen (in dem Vertrauen, dass sie schon die richtigen Entscheidungen sein werden).

Und bevor wir das tun können, ist es wichtig, erst einmal eine Verbindung mit seinem Bauchgefühl aufzunehmen. Ich glaube, jeder Mensch hat diese Verbindung, nur bei einigen von uns ist sie im Laufe der Jahre (seit wir Kind waren) etwas verschüttet worden und muss erst wieder „entdeckt“ werden. Leider helfen hier keine Technik und kein Lernen von Regeln oder Mechanismen, sondern es geht wieder vielmehr um den so häufig zitierten Begriff der „Persönlichkeitsentwicklung“. Und das ist gar nicht so einfach zu lernen, ich würde es fast als „Lebensaufgabe“ bezeichnen – aber unmöglich ist es nicht, und auch hier hilft Erfahrung, d.h. üben, üben, üben.

Und je weiter wir in diesem „Projekt“ kommen, um so mehr profitieren wir auch außerhalb von der Bühne von dieser Fähigkeit! Denn am Ende des Tages ist unser Gefühl der einzige Kompass, den wir haben, um Entscheidungen in unserem Leben zu treffen. Wir können unsere Entscheidung am Außen, an rationalen Gründen und dem, „was vernüftig ist“ orientieren – und ich würde immer empfehlen, diese Dinge bei wichtigen Entscheidungen auf jeden Fall zu betrachten, denn sie haben uns etwas Wichtiges zu sagen. Die Frage ist nur: Basieren wir unsere Entscheidungen ausschließlich auf diesen Kritieren, sind diese Entscheidungen dann tragfähig in dem Sinne, dass sie uns langsfristig glücklich machen können?

Ich plädiere also dafür, sich „mit seinem Bauch“ zu verbinden! Hört einmal in Euch rein, was Euch umtreibt. Was fühlt Ihr? Wie geht es Euch gerade? Und ich meine nicht: Wie sollte es mir gerade gehen, anlässlich der aktuellen Situation, sondern: Wie geht es mir gerade? Was fühle ich eigentlich jetzt gerade? Dies zu erkennen und benennen zu können ist m.E. der erste und größte Schritt auf sein Bauchgefühl zu. Der Rest kommt dann mit üben, üben, üben – ob im Impro oder im Leben generell 🙂

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Wie Hollywood das Thema „Resilienz“ entdeckt – oder schon immer gekannt hat

Seien wir doch mal ehrlich: Fast jede romantische Komödie – und auch jede nicht-romantische Komödie – erzählt im Kern die Geschichte davon, wie ein Mensch gereift ist.

Vielleicht schaue ich insgesamt zu viele Filme, aber mir ist aufgefallen: viele dieser Komödien, die auf IMDB typischerweise eine Wertung zwischen 5 und 7 erhalten, erzählen von einem Menschen, der eine Wandlung durch macht, und zwar in der Hinsicht, dass er reifer wird: Identity Thief, Bruce Almighty, There’s Something about Mary und viele, viele andere. Was ist dieser Prozess der Reifung anderes, als das Ausbilden von Resilienz? Ein System (der Held) gerät durch irgendetwas aus dem Gleichgewicht, macht eine Wandlung durch, und findet zu einem neuen Gleichgewicht zurück. Oft „reifer“, als zuvor, indem er z.B. Glaubenssätze, die ihn bisher in seinem Leben behindert haben (vielleicht ohne, dass er sich dessen bewusst war), überwindet und zu einem differenzierteren Weltbild gelangt.

Ich zumindest liebe diese Art von Geschichten, was wahrscheinlich auch der Grund dafür ist, dass ich mir jede Komödie mit Adam Sandler, Jim Carrey, Steve Carell, Sandra Bullock, Ben Stiller, Cameron Diaz, Tina Fey, Jason Bateman, Jennifer Aniston, Melissa McCarthy, Reese Whitherspoon oder Will Farell, über die im Fernsehen oder auf Video ich stolpere, anschaue.

Auch mein Lieblingsroman „High Fidelity“ von Nick Hornby, sowie der Nachfolgeroman „About a Boy“ (ebenfalls beide verfilmt) handeln genau davon: Ein (in beiden Fällen männlicher) Held hat eine recht fest gefahrene Weltsicht in irgendeiner Hinsicht und meint, er sei damit glücklich, dies sei seine Identität. Dann passiert etwas, das dieses Weltbild fundamental erschüttert, und gegen das der Held sich zuerst wehrt. Schließlich lernt er, sich selbst, seinen Glaubenssatz zu verändern und wird zu einem reiferen, und meist besseren (liebenswürdigeren, toleranteren, gütigeren) Menschen.

Und, last but not least, zeigt meine jüngste Entdeckung, eine Internet-Fernsehserie namens „Orange is the new black“ auf großartigste Weise dieses Storytelling-Muster: Eine junge Frau, Mittelstand (manche würden sie wohl als „Yuppie“ bezeichnen), muss eine 15-monatige Haftstrafe für ein zehn Jahre zurück liegendes Vergehen antreten. Und auch hier wird uns wieder par excellence eine Heldin und ihre „Resilienz-Geschichte“ vorgeführt, bzw. ihr wiederholtes Scheitern an sich selbst und der neuen Umgebung – und wie sie sich und ihre bisherigen Glaubenssätze Stück für Stück hinterfragen und verändern muss; wie sie Entscheidungen treffen muss und lernt, für diese Verantwortung zu übernehmen, anstatt andere und deren Handlungen für ihr Schicksal verantwortlich zu machen. Auf diese Weise erlebt die Heldin „Rock-Bottom“, und damit eine Konzentration auf sich selbst, das Finden einer Stärke in sich selbst, die ihr innerhalb der Gefängnismauern eine Freiheit ermöglicht, die sie außen nie hatte. Ob das realistisch ist? Ich weiß es nicht. Aber es ist die Art Geschichte, die ich sehen möchte.

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Aus dem Archiv: Was ist Impro-Theater? Interview mit mir bei der Sendung ‚Hyperbandrauschen‘

Am 9. Oktober 2012 hatte ich das Vergnügen, in der 16. Folge der Radio-Sendung „Hyperbandrauschen“ von ColaboRadio zu Gast sein zu dürfen. Während Chips-Tüten rascheln sprach ich mit meinem Lieblingskollegen macro und mit dem einzigartigen hein-c über meine Zeit bei der c-base und, natürlich, über Impro-Theater! Viel Spaß beim Hören.

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Von Regeln zu Haltungen

Im Impro taucht immer wieder die Frage nach Regeln auf. Eine schöne Reflektion dazu hat macro bereits vor kurzem geschrieben. Und ich stimme ihm zu, dass es sich beim Impro doch paradox verhält: Auf der einen Seite gilt der Satz „There are no mistakes in improv.“ (Es gibt beim Impro keine Fehler.), auf der anderen Seite gibt es einen ganzen bunten Blumenstrauss voll Regeln, mit denen Spieler konfrontiert werden.

Ich denke, das Dilemma – oder Paradoxon – löst sich in dem Moment auf, wo aus Regeln Haltungen werden. Meine Beobachtung ist, dass bei vielen Spielern, die länger dabei sind, die Regeln peu a peu so verinnerlicht werden, dass sie nicht mehr als Regeln dienen, sondern Haltungen sind, die im Zweifelsfall auch außerhalb der Impro-Bühne Anwendung finden. Ich denke hier an Dinge wie „Say yes!“ (Akzeptieren), „Embrace Failure!“ (Scheiter heiter) oder „Let your partner shine!“ (Lass Deinen Partner gut aussehen). Natürlich heißt das nicht, dass man diese Haltungen immer und überall auch lebt. Wir sind alle Menschen und als solche sind wir natürlich auch mal neidisch oder fies. Doch auch hier greift eben die Regel „Embrace Failure“, was hier so viel bedeutet wie: Sei nachsichtig mit Dir.

Sobald aus den Regeln Haltungen geworden sind, haben die Spieler eine viel höhere Flexibilität im Spiel. Denn sie können einen Teil ihrer Aufmerksamkeit davon ablenken, die „Regeln“ zu befolgen und sich auf andere Aspekte ihres Spiels oder der Show / Szene konzentrieren.

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Der Tiefstatus ist der neue Hochstatus

Wenn man Impro-Anfänger fragt, ob sie sich im Tief- oder im Hochstatus wohler fühlen, nennen sie meist eine klare Präferenz für einen der beiden. Ich habe früher, konfrontiert mit dieser Frage, eine leichte Tendenz zum Tiefstatus bei mir bemerkt, und mich dafür innerlich immer gerügt, ja mitunter sogar zerfleischt. Bzw. habe ich es mir zum erbitterten Ziel gesetzt, dass sich für mich der Hochstatus irgendwann „natürlich“ anfühlen muss (GEFÄLLIGST!). Inzwischen selbst unterrichtend sehe ich jedoch, dass die Spieler, die von sich behaupten, sich intuitiv im Hochstatus wohler zu fühlen, es in meinen Augen häufig schwerer haben, weil es ihnen von Natur aus weniger leicht fällt, sich mit ihrer Aufmerksamkeit auf den anderen zu richten. Dies ist mit Sicherheit keine Faustregel, so dass man sagen kann „Jeder Spieler, der sich intuitiv dem Tiefstatus näher fühlt, ist ein besserer Impro-Spieler.“ – holy shit, definitely not!

Dennoch denke ich, dass „typische Tiefstatus-Spieler“ häufig eine Gabe mitbringen, die „typische Hochstatus-Spieler“ sich erst erarbeiten müssen: Die Aufmerksamkeit für andere und deren Befindlichkeiten! Wer im Leben dazu tendiert, sich selbst etwas „niedriger“ als die anderen zu fühlen, beobachtet diese meistens ausgiebig, um sich zurecht zu finden, und hat ein Händchen dafür, was diese brauchen. Und genau das ist meiner Meinung nach eine der Kern-Kompetenzen eines guten Impro-Spielers: Die Aufmerksamkeit für die Mitspieler und was diese gerade brauchen! Insofern sehe ich es inzwischen gar nicht mehr unbedingt als Defizit, wenn man bei sich bemerkt: „Oh, ich fühle mich eigentlich mit dem Tiefstatus vertrauter, als mit dem Hochstatus.“ Zumindest für’s Impro-Spielen kann dies eine große Gabe sein! Und dass dem so ist, heißt ja nicht, dass man nicht an sich arbeiten, sich nicht verändern soll. Natürlich ist es – im Sinne eines guten Spiels und auch der persönlichen Weiterentwicklung – wichtig, sich nicht nur auf einen Status in seinen Rollen festzulegen, sondern möglichst danach zu streben, auch den anderen Status gut und „wohlfühlend“ verkörpern zu können. Also, liebe Tiefstatus-Spieler: Wenn Ihr diese Gabe bei Euch bemerkt, ruht Euch nicht auf ihr aus, sondern strebt nach Höherem! Ansonsten kann es Euch möglicherweise so ergehen, wie dem einen Extrem des „schlechten Impro-Spielers“, den ich in meinem 1. Podcast beschrieben habe, dem zögerlichen Impro-Spieler.

Freut Euch trotzdem darüber, dass Ihr es in dieser Hinsicht möglicherweise leichter habt, als Eure Hochstatus-Kollegen, denn die müssen das „auf-andere-Achten-und-Eingehen“ erst erlernen – und ich kenne Beispiele einiger Impro-Spieler, denen das m.E. bis heute nicht gelungen ist, und die weniger mit anderen zusammen etwas erschaffen, als dass sie mehr ihre Solo-Nummer auf der Bühne fahren. Ich finde es wahnsinnig schwer, mit solchen Leuten zu spielen, und ich schaue ihnen auch nicht gerne zu, da sie sich auf der Bühne oft wie Rambo benehmen.

Nachtrag 27.09.2013
Während meines Besuchs in London beim iO European Summer Intensive diesen Monat habe ich mich mit einem der Teilnehmer ausgiebig über das Thema „Status“ unterhalten, und aus diesen Gesprächen sehr viele Erkenntnisse gezogen: Es geht überhaupt nicht darum, dass einer der beiden Stati besser oder schlechter, oder moralisch überlegen wäre (auch wenn ich nach wie vor den Eindruck habe, dass in unserer aktuellen, westlichen Gesellschaft ein Hochstatus-Verhalten attraktiver und begehrenswerter – im Hinblick auf gesellschaftliche Anerkennung – ist, und deshalb für viele erstrebenswerter erscheint). Sowohl Hoch- als auch Tiefstatus dienen als Verhalten dazu, andere Menschen zu manipulieren. Der Tiefstatus indem er mit seinem Verhalten signalisiert „Tu mir nichts, ich bin es nicht wert, verletzt zu werden“, und der Hochstatus, indem er dominantes Verhalten an den Tag legt, das die anderen dazu bringen soll, zu machen, was er möchte („Macht auszuüben“). Beide Taktiken sind defensiv und dienen dazu, die eigene Persönlichkeit zu schützen, und dahinter steht meist Angst (z.B. davor, verletzt zu werden, oder nicht den richtigen Platz in der Hackordnung zu bekommen). Die Frage, die sich mir hier gestellt hat war: Wie kann man aus diesem Schema ausbrechen? Und vor allem: Wie schafft man es, dass andere einem nicht diese Art defensives Verhalten (Hoch- oder Tiefstatus) entgegen bringen? Die Antwort darauf ist für mich: Offen sein. Empathie zeigen. Den anderen signalisieren, dass sie keine Angst haben brauchen. Und gerade Impro-Theater ist m.E. der Versuch, diesen Schutzmechanismus zu überwinden, die Angst fahren zu lassen und sich zu öffnen.

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Ein Hoch auf das „Sowohl als auch“!

Ich hab im Moment eine kleine Aversion gegen “So ist das!“ oder „So macht man das richtig!“ Statements, weil sie implizieren, dass es genau einen Kardinalsweg „of doing things“ gibt. Dem ist m.E. nicht so, es gibt immer mehrere Wege, die nach Rom führen, und manchmal können sogar scheinbar gegensätzliche Paradigmen gleichzeitig gültig sein. Ein paar Beispiele aus dem Impro-Theater:

Abfragen von Vorgaben: Soll man die erste nehmen, die kommt, oder mehrere abfragen und sich dann für eine entscheiden? Ich sage: Beides!
Wie man es mit dem Abfragen von Vorgaben hält, ist m.E. schnuppe. Warum soll man gleich die erste Vorgabe nehmen, wenn sie einen nicht inspiriert? Auf der anderen Seite: Spielen wir wirklich noch Impro, wenn wir uns erst einen Vorgabenstrauß holen und dann diejenige heraus picken, die uns am besten gefällt? Ich sage: Ja! Natürlich ist das noch Impro. (Ralf Schmitt hat in einem Workshopa mal gesagt: „Das sind Impro-Spieler, die brauchen eigentlich überhaupt keine Vorgaben, die müssen auch so spielen können!“; in diesem Sinne sehe auch ich das Vorgaben-Einholen hauptsächlich als Mittel, um mit dem Publikum in Kontakt zu treten, zu kommunizieren – weniger als unabdingbaren Bestandteil des Impro-Theaters.) Warum immer die erstbeste Vorgabe à la „Rot – Geige – Hammer“ nehmen? Aber warum nicht? Im Endeffekt finde ich, sollte jeder dies so handhaben, wie er / sie sich damit am wohlsten fühlt! Und dies kann, bei wechselnder Moderation innerhalb einer Show z.B. auch gerne wechseln – der eine nimmt die erste Vorgabe, die er hört, der andere fragt erstmal ein paar Vorschläge ab, um sich dann die auszuwählen, die ihm am besten gefällt. Warum denn nicht!

Gibt es beim Impro-Theater sowas wie „Level“ (Anfänger, Mittelstufe, Fortgeschrittene), oder ist alles eins? Ich sage: Beides stimmt!
Es gibt in Berlin einen sehr bekannten Trainer und Improspieler (Deniz Döhler), der der Ansicht ist, beim Impro gäbe es keine Level. Als ich vor zwei Jahren bei Deniz einen Kurs besucht hab, habe ich mich über diese Haltung etwas geärgert, da ich mich in meinem Können / meinem „Lernwerdegang“ nicht anerkannt fühlte. Seit ich selbst unterrichte verstehe ich, was er meint, und gebe ihm in gewisser Hinsicht Recht: die Probleme, mit denen Spieler aus meinem Kurs „kämpfen“ sind im wesentlichen die gleichen, mit denen viele in meiner Impro-Gruppe kämpfen (meist der stete Versuch um Kontrolle des Geschehens); und gleichzeitig sehe ich, dass es eben doch verschiedene „Könner“-Levels gibt. Klar kann ein Anfänger-Kurs bestimmte Theatersport-Formate genauso gut und lustig aufführen, wie eine Profi-Truppe. Dennoch macht es m.E. auch Sinn, Spieler nach Levels zu unterscheiden, und zwar aus verschiedenen Gründen: 1. Ich denke, so wir mir wird es vielen Leuten gehen: sie fühlen sich einfach besser, wenn anerkannt wird, dass sie etwas schon länger machen, als andere, und damit impliziert wird, dass sie auf irgendeine Weise ein höheres Skill-Level haben; 2. über die Zeit entwickeln Spieler eine Routine oder „Bühnenhärte“, die Anfänger oft noch nicht so haben; diese Routine erlaubt es ihnen, in bestimmten Situationen souveräner und spontaner zu reagieren (was nichts mit dem grundsätzlichen Skill-Level zu tun hat); 3. Spieler, die länger Impro spielen, haben mehr „Tricks“ drauf, die sie gekonnt aus dem Ärmel schütteln können, sie wissen bereits, was funktioniert; 4. Spieler, die länger Impro spielen hatten länger Zeit, bestimmte Impro-Grundregeln „sacken“ zu lassen und wirklich zu verinnerlichen, wie z.B. „Let your partner shine“, oder auch, sich von Fehlern nicht gleich ins Boxhorn jagen zu lassen. Dennoch: Soweit ich das überblicken kann, kämpft auch die Mittelstufe, und wahrscheinlich sogar die „Fortgeschrittenen“ mit den gleichen Themen, wie jeder der anfängt, Impro zu spielen. Im Rahmen eines Kurssystems, wie es viele Gruppen anbieten, die Impro unterrichten, erschließt sich mir der Unterschied nicht wirklich, außer dass die höheren Level eben schon länger trainiert haben und man bestimmte Grundlagen nicht extra erklären muss. Nur den Spielern gibt es eben ein gutes Gefühl, wenn sie den Eindruck haben, eine Art Evolution zu durchlaufen und besser bzw. fortgeschrittener zu werden, und ich denke, das ist gut. Die wirklichen Unterschiede im Spieler-Niveau können m.E. jedoch nicht in einem Kurssystem erfasst werden, da sie schwer zu verifizieren sind (es handelt sich hier m.E. eher um eine Einstellungs- als um eine Könnens-Sache).

Albernheit vs. Ernsthaftigkeit: Soll die Maxime für’s Impro-Spielen eher Albernheit oder eher Ernsthaftigkeit sein? Ich sage: Beides!
Ein großer Reiz des Impro-Theaters besteht für mich in der Albernheit und kindlichen Verspieltheit (vgl. Podcast Nr. 3). Warum also sollte man diesen Vorzug zugunsten eines ernsthaften Spiels aufgeben? Anderseits: Wenn Proben nur noch ins Alberne, Herumblödelnde abdriften, dann fühle ich mich hinterher leer. Mir fehlt dann die Ernsthaftigkeit, die „Substanz“. Dennoch würde ich die Albernheit und Verspieltheit nicht zugunsten von Ernsthaftigkeit aufgeben wollen! Ich denke, man kann ernsthaft Impro spielen, und dabei trotzdem leicht, verspielt und albern sein. Die Ernsthaftigkeit ist hier auf einer anderen Ebene als die Albernheit: Wenn man das, was man tut (das Impro-Spielen) als solches ernst nimmt (nicht zu ernst!!), und als Ziel hat, wirklich etwas zu erzählen, etwas mitzuteilen – dann kann man in der Umsetzung dessen auch albern und verspielt sein. Umgekehrt ist es jedoch eine denkbar schlechte Kombination 🙂

Und, wie so häufig, kann das Ganze auch auf das Leben allgemein angewendet werden: Es gibt kein Schwarz-Weiß. Es gibt kein „Das ist richtig und das ist falsch.“ Es gibt kein „Wir sind so und Ihr seid alles, was wir nicht sind“. Es ist meistens ein „Sowohl als auch“. Wenn jemand Euch also versucht, so eine Dichotomie zu verkaufen, solltet Ihr skeptisch sein…

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1. Berliner Impro-Marathon Paroli passieren lassen

Es ist vollbracht – am vergangenen Wochenende fand der 1. Berliner Impro-Marathon in der Brotfabrik am Caligariplatz in Berlin-Weißensee statt! Organisisert von Maja Mommert (frei.wild) und Thomas Jäkel (u.a. Theater Ohne Probe) haben ca. 30 Spieler aus 14 verschiedenen Berliner Impro-Gruppen (+ zwei freie Spieler) auf anfangs fünf verschiedenen Bühnen zwölf Stunden lang non-stop improvisiert: Hauptbühne, Probebühne, Salon-Bühne, Outdoor-Bühne und Speakers Corner. Letzterer wurde allerdings als erstes aufgegeben, da es sich für die Spieler dort als sehr anstrengend erwies, konstant durchzuerzählen – und das bei zu diesem Zeitpuntk noch relativ wenig Publikum. Die Outdoor-Bühne war zwar zwischenzeitlich etwas besser frequentiert, wurde jedoch wegen Regen etwa gegen 20 Uhr aufgegeben. Alle anderen drei Bühnen wurden bis fast zum Schluss bespielt (ab 2:30 waren die ca. 25 verbleibenden Spieler nur noch auf der Hauptbühne – es versteht sich von selbst, dass es bei so einer Veranstaltung ein paar „Kollateralschäden“ in Form von Ausfällen gibt).

Auf der Hauptbühne wurden die gesamten zwölf Stunden lang Freeze Tags gespielt. Begleitet wurden die Spieler auf der Hauptbühne fast durchgehend von Andreas Albrecht, der das erste Mal überhaupt als Impro-Musiker in Aktion war und seine Aufgabe mit Bravour gemeistert hat. Die letzte halbe Stunde gab es dort Massenszenen, von denen eine besser und witziger war, als die nächste. Für mich war es das erste Mal überhaupt, dass ich eine Massenszene gespielt habe. Ganz besonders in Erinnerung geblieben ist mir die Szene mit der Ameisenstraße, in der ca. 25 Spieler polonese-artig als Ameisen über die Bühne stapfen, und schließlich zusammen einen imaginären Ast von der Ameisenstraße entfernen.

Ebenfalls spannend ging es auf der Probebühne zu: Hier wurde jede Stunde ein anderes Format gespielt. Es fing an mit zwei Stunden Märchen und ging dann weiter mit bekannten Formaten verschiedener Berliner Impro-Gruppen. Neben „Impro à la Karte“ von den Peperonis habe ich dort bei „Zwischen den Stühlen“ von frei.wild mit gespielt, beides Formate, die eher auf kurze Szenen und Games ausgerichtet sind. Und natürlich zusammen mit macro und zwei anderen Spielern bei unserem „Labor der spontanen Testreihen“, von meiner Impro-Gruppe, den Improbanden. Es war zwar leider nicht eines unserer besten Labore, dennoch interessant zu sehen, wie es funktioniert, wenn Spieler lediglich ein fünf-minütiges Briefing über ein Format erhalten, an dem wir als Gruppe mehrere Stunden üben 🙂

Nicht unerwähnt lassen möchte ich ein Format von Jörg Zander (frei.wild) und zweien seiner Bekannten („Gabriel“ und Uwe) mit dem Namen „das jüngste Gericht“: Hierbei handelte es sich um eine Art „Praxissprechstunde“, bei der Jörg und „Gabriel“ (aka Michael und „Gabi“) die Besucher auf den Tag des jüngsten Gerichts vorbereitet haben. Vorher musste man zusammen mit Sprechstundenhilfe Herrn Erdmann (Uwe) einen Anamnese-Bogen ausfüllen, in dem Dinge wie Alter, Körpergröße, Augen- und Lieblingsfarbe sowie Facebook, E-Mail und Twitter abgefragt wurden. Da nur Einzelsprechstunden vergeben wurden, waren Andrang und Wartezeit entsprechend groß, was mitunter zu „Stau“ im Wartezimmer führte. Da aber die gesamte Situation, die die drei geschaffen haben, so skurril war, habe ich mich mitunter gefragt, ob die Momente im Wartezimmer mit den anderen „Patienten“ nicht schon Teil der Performance waren 🙂 Um 1:30 Uhr nachts endlich an der Reihe, wurde ich also auf das jüngste Gericht vorbereitet, und die Haupt „Lesson Learned“ ist hierbei, dass man sich unbedingt ehrlich verhalten solle. Nachdem ich diese Lektion aufgrund meiner kleinen Altersflunkerei gelernt hatte, bekam ich dann auch das Zertifikat ausgestellt, korrekt auf den Tag des jüngsten Gerichts vorbereitet zu sein. So konnte ich nun guten Gewissens auch bei der P18 Show mitspielen 🙂

Es war wirklich toll, und deshalb hier nochmal ein ganz dickes Dankeschön an Maja und Thomas für die super-Orga, Idee und Concepting, sowie an Niels von der Brotfabrik, dass diese Veranstaltung dort so stattfinden konnte, und natürlich an alle mitwirkenden Musiker, Techniker und Spieler!!!

So eine Art „Live-Ticker“ des Geschehens vom 27.4. findet Ihr übrigens hier.

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