Impro

Podcast Nr. 45 – Jill Bernard über Impro

Meine mit 17 Minuten bisher kürzeste Podcast-Folge habe ich vor gut zwei Wochen, genau wie das Interview mit Matthieu, ebenfalls in Lyon aufgenommen. Dieses Mal spreche ich mit Jill Bernard aus den USA, die anlässlich des Improvidence Festivals ebenfalls in Frankreich zu Gast war um dort Workshops zu geben und zu performen. Da unser Zeitslot so wahnsinnig kurz war, haben wir es gerade geschafft, über Jills Werdegang, ihr Theater in Minnesota und ihre Herzensbotschaft zum Thema „Impro“ zu sprechen. Ich wünsche Euch viel Spaß bei diesem kurzweiligen und energiegeladenen Interview!! Continue reading

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Podcast Nr. 44 – Matthieu Loos über die Konzepte „Slow“ & „The Matter Work“

Bei meinem Besuch in Lyon in Frankreich letzte Woche anlässlich des Improvidence Festivals mit den Improbanden hatte ich auch die tolle Gelegenheit, Matthieu Loos bei sich zu Hause in Croix-Rousse zu interviewen. Ich kenne Matthieu und sein Konzept „The Matter Work“ aus einem Workshop, den ich 2012 bei ihm und Marko Mayerl besucht habe. Außerdem habe ich ihn schon mehrfach live auf der Bühne gesehen, u.a. zwei Mal zusammen mit Lee White bei „No Exit“ (was jedes Mal ganz großes Kino ist). Hier in Berlin hat er kürzlich im Rahmen des „Our Lives“ Projekts der Gorillas beim Impro-Festival die Show „Walls“ directed. Matthieu ist darüber hinaus Buchautor und Schauspieler in Frankreich. Continue reading

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Status & Drama-Dreieck

So. Es wird Zeit, diesen Blogartikel zu schreiben, der seit nun schon bestimmt einem halben Jahr in meinem Bewusstsein gärt, bevor er völlig überreif und nicht mehr genießbar ist. Wie so häufig kamen die letzten, ausschlaggebenden Impulse von außen, u.a. von Sarah Bansemer, mit der ich mir ab sofort den Impro-Morgen im Meeet teilen werde. Sarah ist Expertin für das Thema „Status“, und auch in diesem Artikel soll es um „Status“ (der Begriff aus dem Impro-Theater, den Keith Johnstone einst prägte – eine recht gute Zusammenfassung dazu findet sich im ImproWiki) gehen. Und auch noch einmal um ein Modell aus meiner geliebten Transaktionsanalyse (TA): Dem Drama-Dreieck! Diese beiden ergänzen sich nämlich auf wundersame Weise ganz herrlich. Continue reading

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Podcast Projekt „ImproZensation“ mit Dorothea Anzinger und Roland Trescher

Heute möchte ich Euch gerne auf ein wunderbares Projekt aufmerksam machen, das ich letztes Jahr die Freude hatte, machen zu dürfen: Mit und für Dorothea Anzinger und Roland Trescher habe ich einen Podcast zum Thema „ImproZensation“ produziert, aus dem jetzt alle zwei Wochen eine neue Folge erscheint. ImproZensation ist ein Konzept, welches die beiden entwickelt haben, bei dem es darum geht, Einsichten, Haltungen und Übungen aus dem Improvisationstheater zur Persönlichkeitsentwicklung zu nutzen. Hierzu bieten die beiden Teaser-Workshops und auch eine ganze Workshop-Reihe an. Wer Interesse daran hat, findet weitere Infos und aktuelle Termine dazu auf der Webseite von Doro und auf der Webseite von Roland.

Vor kurzem wurde Folge 4 zum Thema „Stille“ released, und ich finde, das ist ein guter Anlass, um noch einmal auf diesen tollen Podcast hinzuweisen.

Ihr findet alle Podcast-Folgen bei Podomatic: https://www.podomatic.com/podcasts/improzensation

In diesem Sinne: Viel Spaß beim Hören!

P.S. Aufmerksame Leser meines Blogs bzw. Hörer meines Podcasts werden wissen, dass ich sowohl mit Roland, als auch mit Doro jeweils ein Interview im Rahmen meines eigenen Impro-Podcasts aufgezeichnet habe. Das Interview mit Doro (vom Oktober 2017) findet Ihr hier, das mit Roland (vom Juli 2015) hier.

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Gedanken über Impro, Abwehr, Ego, Ängste und das, was jenseits des inneren Zensors liegt

Dieser Beitrag schließt gedanklich quasi nahtlos an meinen letzten Artikel von vor drei Wochen an. Mich treibt nach wie vor das Konzept um, dass die Menschen im Kontakt mit anderen i.d.R. eine Fassade zeigen, eine Rolle spielen, so wie Erving Goffmann das z.B. in „Wir alle spielen Theater“ beschreibt. Harald Schmidbauer spricht von der „manischen Abwehr„, und die geht m.E. mit dieser Fassade bzw. Rolle Hand in Hand (wenn auch beide nicht das gleiche sind). Die manische Abwehr dient dazu, die Fassade, die ich nach außen gebe, aufrecht und intakt zu halten. Allerdings merken Menschen natürlich, dass das an Grenzen stößt und ihre Fassade nicht in allen Situationen passt / adäquat ankommt. Dann sehen sie Verbesserungs- und Veränderungsbedarf, aber eben witzigerweise an dieser „Hülle“, ich nenne sie der Einfachheit halber mal „Außenperson“. Continue reading

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Gastbeitrag auf dem Coachimo-Blog: „Yes, and…“ Wie Haltungen aus dem Improvisationstheater Dein Leben verändern können

Im Zuge meiner Teilnahme beim Coachimo Adventskalender durfte ich einen Gastbeitrag im Coachimo-Blog zur Grundhaltung des Impro-Theaters, dem „Yes, and…“ schreiben. Ohne mich selbst loben zu wollen: Ich bin ziemlich zufrieden mit dem Artikel, und deshalb möchte ich ihn auch dieser Stelle gerne nochmal veröffentlichen. Continue reading

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Wir spielen Theater, indem wir nicht mehr Theater spielen

Ich lese gerade ein äußerst interessantes Buch. Der Autor ist Psychoanalytiker, und manch einer mag sich an den Begriffen aus der Welt der Psychoanalyse, die im Buch auftauchen, wie z.B. „narzisstisch“ oder „manische Abwehr“ stören, aber wenn man diese „wertfrei“ (ohne ideologischen Überbau), rein beschreibend liest und interpretiert, ist der Erkenntnisgewinn m.E. groß!

So hatte ich z.B. ein großes Aha-Erlebnis, ausgelöst durch den Begriff „manische Abwehr“. Was Schmidbauer als „manische Abwehr“ beschreibt, bezeichne ich ganz lapidar als „Fassade“, als die Maske, die jeder von uns im Alltag trägt und das (positive) Selbstbild, aus dem diese Maske sich speist, und dessen Aufrechterhaltung für viele oberste Priorität hat. Sofort fühlte ich mich an Erving Goffmans Buch „Wir alle spielen Theater“ (ein Klassiker der Mikrosoziologie) erinnert, in dem er eben genau die These vertritt, dass wir alle auf der Bühne des Lebens uns permanent selbst inszenieren, in verschiedenen Rollen, je nach Kontext. Continue reading

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Podcast Nr. 43 – Dorothea Anzinger über Impro zur Persönlichkeitsentwicklung

Ein fantastisches Gespräch über all die Dinge, die mich rund ums Thema „Impro“ im Augenblick bewegen hatte ich letzte Woche mit Dorothea Anzinger aus München. Doro und ich kennen uns von einem gemeinsamen Podcast-Projekt, das wir zu dritt mit Roland Trescher gemacht haben (und von dem Ihr demnächst hoffentlich auch an dieser Stelle hören werdet). Neben ihrer Tätigkeit als Synchronsprecherin und Voice Over arbeitet Doro nämlich ebenfalls als Impro-Trainerin und -Coach mit dem Schwerpunkt „Persönlichkeitsentwicklung“. Über diese Arbeit (und natürlich über Doros Impro-Hintergrund) habe ich eine Stunde lang mit ihr gesprochen. Viel Spaß beim Lauschen! Continue reading

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Liebster Award

„Juchu!“ entfuhr es mir neulich, als ich erfuhr, dass Stephan Ziron mich neulich für den „Liebster Award“ vorgeschlagen hat. Der Liebster-Award scheint nach dem Prinzip eines Kettenbriefes zu funktionieren und bezeichnet sich selbst als einen „Award“ (Auszeichnung), da jeder mitmachende Blog ja von jemand anders ausgezeichnet wurde und selbst auch wieder andere Blogs auszeichnet. Ich möchte gerne zwei Blogs für den Liebster Award nominieren, und zwar einmal den Blog von meinem lieben Kollegen und Freund Andreas Mueller auf seiner Webseite „Hello Presence“, weil Andi zwar nicht viel / oft Artikel veröffentlicht, aber dafür m.E. qualitativ sehr hochwertige, gut formulierte und auf den Punkt gebrachte Artikel mit relevantem und dichtem Inhalt. Und als zweites den Impro Blog von Dan Richter, weil Dan großartige, vielfältige und sehr differenzierte Artikel rund um alle möglichen Themen auf und außerhalb der Impro-Bühne publiziert. Eure Fragen findet Ihr unten. Continue reading

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So, jetzt ma: Hosen runter!

Es gibt eine Frage, die mich seit Längerem umtreibt: Wie schafft man es (auf individueller, oder „individual-psychologischer“ Ebene), die im Impro erfahrenen und gelernten Lessons in den Alltag zu übernehmen und dort zu leben? Einen guten Impro-Lehrer macht m.E. aus, dass er in der Lage ist, eine angstfreie Umgebung zu schaffen, einen weitestgehend bewertungsfreien Raum, in dem sich die Teilnehmer eines Kurses oder Workshops sicher fühlen, so dass es ihnen leichter fällt, sich zu öffnen. Vielleicht muss ein guter Impro-Lehrer auch noch ein paar andere Dinge können, aber das ist m.E. seine oberste Kernkompetenz. Keith Johnstone soll am Anfang seiner Workshops immer gesagt haben: „I want this to be a safe space.“ („Ich möchte, dass dies ein sicherer Raum ist.“) Denn nur in so einem „safe space“ kann es Menschen gelingen, ihre Assoziationskanäle zu öffnen und mit den anderen Teilnehmern des Workshops in Kontakt zu treten*. Und genau das ist ja auch das Geheimnis von Impro, warum es so viel Spaß macht! Continue reading

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