Impro

Den anderen dazu bringen zu machen, was ich will – aber sanft bitte!

In fast allen Kursen, Seminaren und Workshops, die versprechen, seine eigene „Kommunikation zu optimieren“ gibt es immer wieder Teilnehmer, die hoffen, in solchen Seminaren zu lernen, wie sie andere dazu bringen, das zu tun, was sie wollen, aber ohne dass diese anderen beleidigt, wütend, frustriert oder widerständig sind oder sich ein Konflikt ergibt. Oder mit anderen Worten: Einige Teilnehmer kommen in solche Seminare weil sie im Arbeitsalltag oder im privaten Umfeld die frustrierende Erfahrung gemacht haben, dass andere Menschen nicht immer das machen, was sie wollen – und dass sich hieraus Konflikte und Streits ergeben. Continue reading

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Impro als Brennglas für Verbundenheit, Verletzlichkeit und Durchlässigkeit

Nachdem ich sie zuerst auf einem Flohmarkt hier in der Nachbarschaft nicht gekauft habe, habe ich mir letzte Woche nachträglich die „Psychologie Heute“ vom Januar 2021 über eBay Kleinanzeigen bestellt. Ich wollte unbedingt den Leitartikel zum Thema „Sehnsucht nach Verbundenheit“ lesen, da mir das so ein Herzensthema ist und mich nun schon seit einigen Jahren umtreibt – sei es, als Thema in meinem eigenen Leben, als auch allgemein, global, politisch, philosophisch, gesellschaftlich. Continue reading

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Wo die Angst ist, geht’s lang

Ich habe neulich den Fernsehfilm „Sörensen hat Angst“ mit Bjarne Mädel gesehen, in dem es um einen Hamburger Hauptkommissar geht, der sich wegen einer Angststörung aufs platte Land versetzen lässt um dort am ersten Tag seines Schaffens bereits mit einem krassen Fall konfrontiert zu werden. Und auch, wenn mir der Film nicht gefallen hat, so ist mir doch der Satz „Wo die Angst ist, geht’s lang.“ im Kopf hängen geblieben. Dieser Satz war lange Zeit mein Credo in meinem eigenen Leben… Continue reading

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Impro-Typen

Vor sieben Jahren hatte ich mal die vermessene Idee, einen Podcast zum Thema „Der ideale Impro-Spieler“ aufzuzeichnen. Eigentlich wollte ich damit nur meiner damaligen Gruppe einen Wink mit dem Zaunpfahl geben, wie ich mir die ganze Sache vorstelle und hatte darauf gehofft, dass sie es hören und sich zu Herzen nehmen würden… Hat irgendwie nicht so gut geklappt. Note to self: Nächstes Mal direkt ansprechen. Continue reading

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Einen ordentlichen Menschen versaut Erziehung

Eigentlich habe ich diesen Artikel bereits direkt im Anschluss an meinen letzten Artikel über „Schwäche“ geschrieben. Aber da ich noch nicht zufrieden mit ihm war, erblickt er erst jetzt das Licht der Welt. In gewisser Weise ist er eine Fortsetzung meines Artikels über „Schwäche“.

Schon seit Monaten geistert in meinem Kopf ein Artikel mit dem Titel „Einen ordentlichen Menschen versaut Erziehung“ (frei nach dem Spruch, der in meiner Schulzeit kursierte: Einen schönen Menschen entstellt Schminke – der übrigens m.E. nicht stimmt) herum. Continue reading

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Impro, my love

Mein Interview mit Maike Plath in der vergangen Woche hallt noch in mir nach. Ich merke, wie sehr das doch mein Herzensthema ist – das Verhältnis von Autorität und Freiheit. Und wie viel das für mich auch mit Impro zu tun hat bzw. damit, wie ich Impro verstehe, unterrichten, spielen und leben will! Ich sage manchmal zu meinen Teilnehmern, dass „nicht so schönes Impro“ ist, wenn man als Zuschauer das Gefühl hat, dass nicht die Figuren einen Status-Kampf auf der Bühne haben, sondern die Spielenden. Wenn ich als Zuschauer also merke, dass es in der Szene darum geht, wer die Definitionshoheit (oder m.a.W.: die Macht) hat, und das nichts Spielerisches mehr hat. Keith Johnstone sagte einmal in einem Workshop: „Improvisation should be an exhibition of good nature.“ („Improvisation sollte eine Darstellung von gutem Charakter sein.“ – und auch wenn Johnstone laut eigener Aussage es nicht mag, wenn man ihn zitiert – da muss er jetzt durch). Was er damit meint, oder, was ich verstehe, was er damit meint, ist, dass wir eben nicht den Status-Kampf der Spieler auf der Bühne sehen, sondern wirkliche Offenheit und Kooperation. Continue reading

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Was heißt denn das, „Akeptanz“, in Zeiten von Corona???

Im Anschluss an meinen letzten Blogartikel bekam ich die Frage: Was heißt denn das eigentlich jetzt hier in dieser Corona-Situation, „akzeptieren“? Eine berechtigte Frage. Ich starte erstmal damit, dass ich sage, was akzeptieren für mich NICHT bedeutet. In der aktuellen Situation nehme ich an vielen Stellen, von vielen Menschen sehr unterschiedliche Bewältigungsstrategien wahr, die sich in irgendeiner Art und Weise noch gegen die aktuelle Situation „wehren“ (was ja in ungefähr so sinnvoll ist, wie sich gegen das Wetter zu wehren). Continue reading

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My Corona oder: Wie Skills aus dem Impro durch die Krise helfen können

Der Titel dieses Beitrags lässt vielleicht vermuten, dass ich diese Sache nicht allzu ernst nehme. Ich behaupte mal: Das ist z.Zt. gar nicht möglich, das Thema „Corona“ nicht ernst zu nehmen, da man selbst ja in jedem Bereich seines Lebens irgendwie davon betroffen ist. Und gerade deshalb finde ich einen halbwegs spielerischen Umgang mit diesem Thema wichtig… Und da „My Sharona“ einer meiner All-Time-Favourite-Songs ist, warum soll er nicht für diesen Beitrag Pate stehen.* Continue reading

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Das Gefühl beim Impro

„Ein Buch über Impro zu schreiben ist, wie ein Buch übers Ficken zu schreiben.“ Diesen schönen Satz sagte neulich ein Kollege von mir (da ich nicht weiß, ob der Kollege namentlich erwähnt werden möchte, tue ich es mal lieber nicht) – und ich glaube, er hat Recht. Continue reading

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