Eine positive Absicht unterstellen

Ich liebe das Badeschiff hier in Berlin über alles. Normalerweise bin ich dort nur 1x im Jahr, zu meinem Geburtstag, und das möglichst früh, denn ab 12 Uhr mittags wurde es jedes Mal unerträglich voll. Aber jetzt, während noch die Corona-Beschränkungen gelten, finde ich es absolut wundervoll dort, weil die Anzahl der Leute, die rein gelassen werden, begrenzt ist und das Teil nicht (wie sonst) überfüllt ist. Wenn ich könnte, würde ich dort einziehen – so versuche ich eben, so oft es geht, dort zu sein. Aber heute früh habe ich im Schwimmbecken von einem anderen Stammgast oder Freund der Familie oder whatever (nenen wir ihn „Jochen“) einen Rüffel bekommen, ich möge doch bitte die in der vorgegebenen Kreisbahn schwimmen. Zuvor hatte ich „auf der Gegenfahrbahn“ überholt, weil rechts Stau war und ich niemanden behindern wollte. Und ich glaube, ich habe auch niemanden auf der Gegenfahrbahn behindert, als ich links vorbei geschwommen bin. Also warum der Rüffel? Continue reading

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Curvy Models & liebevoller mit sich selbst umgehen

Ich habe in der letzten Zeit viel über das Konzept des „Curvy Models“ nachgedacht und was ich eigentlich davon halte. Ist es ein begrüßenswerter Trend zu mehr Diversität und Akzeptanz oder doch wieder lediglich der Versuch der Werbung, ihren Kram besser zu verkaufen? Oder von beidem ein bisschen? Dabei ist mir u.a. wieder die alte Werbe-Campagne von Dove von vor ein paar Jahren eingefallen. Im Rahmen dessen bin ich dann auf folgenden Artikel aus dem Tagesspiegel von 2018 gestoßen: https://www.tagesspiegel.de/wissen/vortrag-von-rosalind-gill-wenn-selbstvertrauen-zum-zwang-wird/22583272.html

Spannend fand ich an diesem Artikel die Aussage, dass das neue Credo für frau, welches diese Art Werbung vermittelt, nicht mehr ist „sexy“ zu sein und gut auszusehen, sondern dass „Selbstvertrauen“ das neue Ziel ist, das die Werbung proklamiert und das es zu erreichen gilt, sie spricht von einem Kult des Selbstvertrauens, von einem Zwang zum Selbstvertrauen. Continue reading

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Wo die Angst ist, geht’s lang

Ich habe neulich den Fernsehfilm „Sörensen hat Angst“ mit Bjarne Mädel gesehen, in dem es um einen Hamburger Hauptkommissar geht, der sich wegen einer Angststörung aufs platte Land versetzen lässt um dort am ersten Tag seines Schaffens bereits mit einem krassen Fall konfrontiert zu werden. Und auch, wenn mir der Film nicht gefallen hat, so ist mir doch der Satz „Wo die Angst ist, geht’s lang.“ im Kopf hängen geblieben. Dieser Satz war lange Zeit mein Credo in meinem eigenen Leben… Continue reading

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Endlich wieder neue Folgen!!

Mittlerweile gibt es endlich wieder neue Folgen des impro Live! Podcasts. In den neuen Folgen, die seit Anfang Januar auf allen gängigen Podcast-Plattformen und auf Spotify erschienen sind, spreche ich neben Ella Amann auch mit Roland Trescher. In der gerade erschienenen zweiten Staffel geht es um das Lern- und Entwicklungsfeld „Inner Work“ und bisher sind die Folgen zum Thema „Spontanität entsteht freiwillig“ (#11) und „Kreativität erleben durch Loslassen“ (#12) erschienen. Continue reading

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Impro-Typen

Vor sieben Jahren hatte ich mal die vermessene Idee, einen Podcast zum Thema „Der ideale Impro-Spieler“ aufzuzeichnen. Eigentlich wollte ich damit nur meiner damaligen Gruppe einen Wink mit dem Zaunpfahl geben, wie ich mir die ganze Sache vorstelle und hatte darauf gehofft, dass sie es hören und sich zu Herzen nehmen würden… Hat irgendwie nicht so gut geklappt. Note to self: Nächstes Mal direkt ansprechen. Continue reading

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Einen ordentlichen Menschen versaut Erziehung

Eigentlich habe ich diesen Artikel bereits direkt im Anschluss an meinen letzten Artikel über „Schwäche“ geschrieben. Aber da ich noch nicht zufrieden mit ihm war, erblickt er erst jetzt das Licht der Welt. In gewisser Weise ist er eine Fortsetzung meines Artikels über „Schwäche“.

Schon seit Monaten geistert in meinem Kopf ein Artikel mit dem Titel „Einen ordentlichen Menschen versaut Erziehung“ (frei nach dem Spruch, der in meiner Schulzeit kursierte: Einen schönen Menschen entstellt Schminke – der übrigens m.E. nicht stimmt) herum. Continue reading

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Schwäche

Ein Thema, dass dieser Tage ein bisschen Hochkonjunktur hat (jedenfalls in meiner Wahrnehmung), ist das Thema „Schwäche“… Was macht diese Situation gerade mit uns bzw. mit mir? Ich fühle mich oft schwach, traurig, ohnmächtig. Und dabei ist mir aufgefallen: Es ist krass, wie viele Leute mir ad hoc einfallen, die mit „Schwäche“ (bei sich und bei anderen) nicht gut umgehen können. Interessanterweise sehe ich das häufiger bei Frauen, als bei Männern, und erstaunlich oft bei Menschen, die von Beruf Coach oder etwas ähnliches sind. Continue reading

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Interview mit mir über Improvisationstheater im Podcast Zirkus- und Theaterpädagogik

Es kommt mir schon wieder wie eine Ewigkeit her vor – vor etwa zwei Monaten, im September 2020, durfte ich nach meinem Interview mit Stefan Peters im Juni diesen Jahres erneut Gast in einem Interview-Podcast sein und über Improvisationstheater und meinen Beruf als Impro-Trainerin sprechen. Interviewer und Herausgeber des Podcasts ist Mark Kitzig, Continue reading

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Podcast Nr. 54 – Matthias Messmer über Bühnenangst und wie Humor helfen kann, diese zu überwinden

Kürzlich war Regisseur, Event-Veranstalter und Speaker-Coach Matthias Messmer bei mir zu Gast. Matthias arbeitet u.a. auch mit Impro-Spielern wie Ralf Schmitt oder Urban Luig. In allen drei seiner Professionen hat Matthias stets Menschen auf die Bühne begleitet und zwar in jeweils unterschiedlichen Kontexten und mit unterschiedlichen Zielen. Dennoch gab es dabei stets einen Begleiter: Die Auftrittsangst, aka Lampenfieber oder auch Angst vorm Blackout. Was hinter dieser Angst steckt und was Mensch tun kann, um besser mit dieser Angst umzugehen – darüber führten wir etwa eine Stunde lang ein sehr inspirierendes Gespräch. Aber hört selbst: Continue reading

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