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Gastbeitrag auf dem Coachimo-Blog: „Yes, and…“ Wie Haltungen aus dem Improvisationstheater Dein Leben verändern können

Im Zuge meiner Teilnahme beim Coachimo Adventskalender durfte ich einen Gastbeitrag im Coachimo-Blog zur Grundhaltung des Impro-Theaters, dem „Yes, and…“ schreiben. Ohne mich selbst zu sehr loben zu wollen, muss ich sagen, dass ich mit dem Artikel sehr zufrieden bin, und deshalb möchte ich ihn auch dieser Stelle gerne nochmal veröffentlichen. Continue reading

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Wir spielen Theater, indem wir nicht mehr Theater spielen

Ich lese gerade ein äußerst interessantes Buch. Der Autor ist Psychoanalytiker, und manch einer mag sich an den Begriffen aus der Welt der Psychoanalyse, die im Buch auftauchen, wie z.B. „narzisstisch“ oder „manische Abwehr“ stören, aber wenn man diese „wertfrei“ (ohne ideologischen Überbau), rein beschreibend liest und interpretiert, ist der Erkenntnisgewinn m.E. groß!

So hatte ich z.B. ein großes Aha-Erlebnis, ausgelöst durch den Begriff „manische Abwehr“. Was Schmidbauer als „manische Abwehr“ beschreibt, bezeichne ich ganz lapidar als „Fassade“, als die Maske, die jeder von uns im Alltag trägt und das (positive) Selbstbild, aus dem diese Maske sich speist, und dessen Aufrechterhaltung für viele oberste Priorität hat. Sofort fühlte ich mich an Erving Goffmans Buch „Wir alle spielen Theater“ (ein Klassiker der Mikrosoziologie) erinnert, in dem er eben genau die These vertritt, dass wir alle auf der Bühne des Lebens uns permanent selbst inszenieren, in verschiedenen Rollen, je nach Kontext. Continue reading

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Let your partner shine

Mal wieder ringe ich mit mir, ob es so eine gute Idee ist, diesen Artikel zu schreiben und zu veröffentlichen, aber ich mache es einfach mal.

Wahrscheinlich kennt jeder von Euch eine Person im eigenen sozialen Umfeld, deren Gruppenverhalten Euch in irgendeiner Weise antriggert oder m.a.W. „unangenehm berührt“. So auch ich. Bei mir ist es eine Person (nein, und ich werde nicht verraten, wer es ist), die sich in größeren Gruppen gerne selbst profiliert und ihre eigenen Kompetenzen über den Klee lobt.* Dies hat auf mich zwei Effekte, die ich als unangenehm empfinde: Continue reading

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Podcast Nr. 43 – Dorothea Anzinger über Impro zur Persönlichkeitsentwicklung

Ein fantastisches Gespräch über all die Dinge, die mich rund ums Thema „Impro“ im Augenblick bewegen hatte ich letzte Woche mit Dorothea Anzinger aus München. Doro und ich kennen uns von einem gemeinsamen Podcast-Projekt, das wir zu dritt mit Roland Trescher gemacht haben (und von dem Ihr demnächst hoffentlich auch an dieser Stelle hören werdet). Neben ihrer Tätigkeit als Synchronsprecherin und Voice Over arbeitet Doro nämlich ebenfalls als Impro-Trainerin und -Coach mit dem Schwerpunkt „Persönlichkeitsentwicklung“. Über diese Arbeit (und natürlich über Doros Impro-Hintergrund) habe ich eine Stunde lang mit ihr gesprochen. Viel Spaß beim Lauschen! Continue reading

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Das brannte mir jetzt mal unter den Nägeln.

Ganz ehrlich: ich stelle es mir als Chef alles andere als einfach vor, ein Unternehmen mit mehreren Mitarbeitern zu führen. Was ich als Chef von einem Mitarbeiter möchte ist ja, dass er in „meinem Sinne“ agiert. Dazu gehört Vertrauen – oder eben Kontrolle: Ich kann die Arbeit in so kleine Häppchen einteilen, dass ich sie einfach delegieren kann und mehr oder weniger jeder mit den dazu passenden Skills sie erledigen kann. Dann bin ich i.d.R. auf Nummer Sicher gegangen, und das führt dann zu solchen Situationen und Konstellation wie die in diesem Artikel beschriebenen. Continue reading

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Liebster Award

„Juchu!“ entfuhr es mir neulich, als ich erfuhr, dass Stephan Ziron mich neulich für den „Liebster Award“ vorgeschlagen hat. Der Liebster-Award scheint nach dem Prinzip eines Kettenbriefes zu funktionieren und bezeichnet sich selbst als einen „Award“ (Auszeichnung), da jeder mitmachende Blog ja von jemand anders ausgezeichnet wurde und selbst auch wieder andere Blogs auszeichnet. Ich möchte gerne zwei Blogs für den Liebster Award nominieren, und zwar einmal den Blog von meinem lieben Kollegen und Freund Andreas Mueller auf seiner Webseite „Hello Presence“, weil Andi zwar nicht viel / oft Artikel veröffentlicht, aber dafür m.E. qualitativ sehr hochwertige, gut formulierte und auf den Punkt gebrachte Artikel mit relevantem und dichtem Inhalt. Und als zweites den Impro Blog von Dan Richter, weil Dan großartige, vielfältige und sehr differenzierte Artikel rund um alle möglichen Themen auf und außerhalb der Impro-Bühne publiziert. Eure Fragen findet Ihr unten. Continue reading

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Podcast Nr. 42 – Noni Höfner & Charlotte Cordes über ProSA und Impro

Letztes Wochenende war ich zum zweiten Mal dieses Jahr in Köln, um mich in „ProSA“ – Provokativem Systemischen Arbeiten bei Dr. Noni Höfner und Dr. Charlotte Cordes fortzubilden. Dieses Mal wollte ich mir diese Gelegenheit nicht entgehen lassen und habe sie dafür genutzt, ein Interview mit Lotte und Noni für meinen Podcast aufzunehmen. Noni und Lotte sind so etwas wie Pioniere des provokativen Ansatzes in Deutschland und haben seinerzeit Frank Farrelly, der den Ansatz ursprünglich entwickelt hat, nach Deutschland geholt. Sie betreiben das Deutsche Institut für Provokative Therapie und haben ihr Wissen bereits an dutzende Therapeuten, Coaches, Berater, Mediatoren und weitere Interessierte weitergegeben. Im Podcast erklären die beiden, wie sie zum provokativen Ansatz gekommen sind, was dahinter steckt und – natürlich! – was das Ganze mit Impro zu tun hat. Viel Spaß! Continue reading

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So, jetzt ma: Hosen runter!

Es gibt eine Frage, die mich seit Längerem umtreibt: Wie schafft man es (auf individueller, oder „individual-psychologischer“ Ebene), die im Impro erfahrenen und gelernten Lessons in den Alltag zu übernehmen und dort zu leben? Einen guten Impro-Lehrer macht m.E. aus, dass er in der Lage ist, eine angstfreie Umgebung zu schaffen, einen weitestgehend bewertungsfreien Raum, in dem sich die Teilnehmer eines Kurses oder Workshops sicher fühlen, so dass es ihnen leichter fällt, sich zu öffnen. Vielleicht muss ein guter Impro-Lehrer auch noch ein paar andere Dinge können, aber das ist m.E. seine oberste Kernkompetenz. Keith Johnstone soll am Anfang seiner Workshops immer gesagt haben: „I want this to be a safe space.“ („Ich möchte, dass dies ein sicherer Raum ist.“) Denn nur in so einem „safe space“ kann es Menschen gelingen, ihre Assoziationskanäle zu öffnen und mit den anderen Teilnehmern des Workshops in Kontakt zu treten*. Und genau das ist ja auch das Geheimnis von Impro, warum es so viel Spaß macht! Continue reading

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Podcast Nr. 41 – Barbara Klehr über Impro in der Therapie

Vor gut einer Woche war Barbara Klehr von der Berliner Impro-Gruppe „die Gorillas“ bei mir zu Besuch und sprach mit mir über ein sehr interessantes Thema, das mich gleichzeitig sehr berührt, nämlich darüber, wie Impro in therapeutischen Kontexten eingesetzt werden kann. Hintergrund ist ein Projekt, das Barbara zusammen mit Regina Fabian (ebenfalls von den Gorillas) initiiert hat, und das den Titel „Impro in der Therapie“ trägt. Die Auftaktveranstaltung hierzu fand Anfang Mai 2017 statt, das nächste Netzwerktreffen gibt es am 25.09.2017, und am Wochenende 14. / 15. Oktober gibt es einen Workshop für Therapeuten*innen und Berater*innen. Continue reading

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Impro-Theater und innere Antreiber

Bereits kurz vor Weihnachten letzten Jahres habe ich einen Blog-Artikel veröffentlicht, in dem es um den Zusammenhang der existenziellen Grundpositionen der Transaktionsanalyse (TA) und Improvisations-Theater geht. Hieran möchte ich nun mit diesem Artikel anknüpfen, und über den Zusammenhang eines weiteren Konzepts aus der TA, dem der sog. „inneren Antreiber“ und Impro-Theater schreiben. Continue reading

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